Förderkreis der Sophie-und-Hans-Scholl-Schule e.V.
SOPHIE -UND-HANS-SCHOLL SCHULE
Integrierte Gesamtschule
der Landeshauptstadt Wiesbaden
früher Geschwister-Scholl-Schule

bzw. IGS Klarenthal
Geschwister-Scholl-Str. 10
65197 Wiesbaden-Klarenthal
Tel.: 06 11 / 31 71 10
Fax: 06 11 / 31 71 11

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Hans Scholl

(1918-1943), Widerstandskämpfer und Gründer der Widerstandsgruppe Weiße Rose, geboren in Ingersheim im Landkreis Schwäbisch Hall, Bruder von Sophie Scholl. 1939 begann Scholl in München mit dem Medizinstudium, freundete sich mit drei Kommilitonen, Alexander Schmorell, Willi Graf und Christoph Probst an, die Scholls Opposition zu dem nationalsozialistischen Regime teilten und schloß sich mit ihnen zur "Weißen Rose" zusammen.

 

 

Sophie Scholl

(1921-1943), geboren in Forchtenberg in Baden-Württemberg, stand dem Nationalsozialismus zunächst positiv gegenüber und war Mitglied des BDM (Bund Deutscher Mädchen). 1938 wurde sie zusammen mit ihrem Bruder zum ersten Mal verhaftet, weil sie beide in der bündischen Jugendarbeit tätig waren. Als Studentin der Biologie und der Philosophie in München schloß sie sich der von ihrem Bruder gegründeten Weißen Rose an.

 

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Die Weiße Rose

Münchner Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. 1942 entstand der Münchner Kreis, der in insgesamt sechs Flugblättern zum passiven Widerstand und aktiven Kampf gegen das Hitlerregime aufrief. Neben Hans Scholl und seiner Schwester Sophie Scholl gehörten der Bewegung, die auch Kontakte nach Hamburg unterhielt, vor allem die Medizinstudenten Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf sowie der Philosophieprofessor und Musikwissenschaftler Kurt Huber an.

 

Im Juni und Juli 1942 kamen die ersten vier, von Hans Scholl geschriebenen Flugblätter, in Umlauf. In diesen klagten sie die Massenmorde an polnischen Juden, Adligen und Intellektuellen an und riefen zu passivem Widerstand und Sabotage auf. Nach einem halben Jahr - von Juli bis November 1942 - als Soldaten an der russischen Front kehrten die Freunde nach München zurück und setzten jetzt, unter dem Eindruck ihrer Fronterfahrung und der katastrophalen Niederlage bei Stalingrad, ihre Aktivitäten mit Flugblättern und Parolen gegen das nationalsozialistische Regime verstärkt fort. Im Herbst trat die "Weiße Rose" voll in Aktion. In einem Hinterhaus in der Nähe der Wohnung von Hans und Sophie Scholl vervielfältigten sie Flugblätter, an denen Professor Kurt Huber maßgeblich mitgewirkt hatte und in denen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufriefen. In ihnen geht es um die Lügen der Propaganda, den Massenmord an polnischen Juden, die Mitschuld jedes Einzelnen, später um die Unmöglichkeit den Krieg zu gewinnen. Sie riefen zu passivem Widerstand und Sabotage auf. Die Flugblätter wurden heimlich bei Nacht verteilt, mit der Post verschickt, mit der Bahn in andere Städte gebracht.

Im Februar 1943 schrieb die Gruppe in drei nächtlichen Aktionen Parolen wie "Nieder mit Hitler", "Freiheit", und "Hitler, der Massenmörder" mit schwarzer Teerfarbe an Hauswände der Innenstadt von München.

Am 18.2.43 führte unvorsichtiges Auslegen der Flugblätter in der Universität zur Verhaftung von Hans und Sophie Scholl. Am nächsten Tag fiel auch Christoph Probst in die Hände der Gestapo. Nach einem mehrtägigen Verhör fand am 22.2.1943 in München unter Vorsitz des berüchtigten Präsidenten des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, der Prozess statt. Alle drei wurden zum Tode verurteilt und am selben Nachmittag durch das Fallbeil hingerichtet. Kurze Zeit darauf wurden auch die anderen drei Mitglieder der Weißen Rose verhaftet und hingerichtet.

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Wohnhaus der Familie Scholl in München

Franz Joseph Straße 19. In diesem Haus im Künstlerviertel Schwabing, München, lebten die Geschwister Scholl bis zu ihrer Verhaftung. Heute erinnert eine Tafel an die einstigen Bewohner.:"Sophie und Hans Scholl. Die unter dem Zeichen der "Weißen Rose" aktiven Widerstand gegen das Dritte Reich geleistet haben, wohnten von Juni 1942 bis zu ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943 hier im Rückgebäude."


Der Wirkungskreis der Weißen Rose ging über München hinaus. Die Gruppe hatte Anhänger in Saarbrücken, Freiburg, Hamburg, Berlin und Köln. In Süddeutschland wurden 80, im Hamburger Bereich 50 Menschen, die mit der Weißen Rose in Verbindung gebracht wurden, festgenommen und zu Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren verurteilt. In Hamburg fanden acht weitere Menschen den Tod.

Das 6. Flugblatt wurde nach England geschmuggelt, dort kopiert und von britischen Bombern über Deutschland abgeworfen.
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Alexander Schmorell

wurde am 16. September 1917 als Sohn eines deutschen Arztes und einer Russin geboren. Er sprach deshalb perfekt Russisch. Er nahm rege am kulturellen Leben in München teil und trieb viel Sport. Er studierte ebenfalls Medizin und war Sanitätsunteroffizier der Studentenkompanie. zurück

Christoph Probst

wurde am 6. November 1919 als Sohn einer relativ wohlhabenden Familie geboren. Seine Eltern waren geschieden und er wuchs mit seiner Schwester auf einem Landschulheim auf, welches sich sehr lange gegen nationalsozialistische Einflüsse wehrte. Dadurch hatte er ein sehr enges Verhältnis zu seiner Schwester. Probst war der einzige der Gruppe, der schon verheiratet war. zurück

Willi Graf

wurde am 2. Januar 1918 geboren. Sein Vater war ein kaufmännischer Geschäftsführer. Er wuchs mit seinen zwei Schwestern in einem sehr katholischen Elternhaus auf, was auch seine Abneigung gegen den Nationalsozialismus begründet. Er studierte Medizin und war Mitglied der Studentenkompanie. zurück

Professor Kurt Huber

wurde am 24. Oktober 1893 in Chur in der Schweiz geboren. Er war Professor für Musikwissenschaften und Psychologie an der Münchener Universität. Durch regimekritische Äußerungen waren seine Vorlesungen bei allen Studenten beliebt und wurden oft von Fremdstudenten besucht. Er unterstützte die "Weiße Rose" geistig, indem er zum Beispiel Texte für die Flugblätter verfasste. zurück


I. Flugblatt der Weißen Rose
II. Flugblatt der Weißen Rose
III. Flugblatt der Weißen Rose

IV.Flugblatt der Weißen Rose
Flugblätter der Wiederstandsbewegung in Deutschland
Das letzte Flugblatt



Quellennachweis:
Microsoft® Encarta® 97 Enzyklopädie
sowie Passagen aus dem Internet

 


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